Praktikanten

Praktikanten

Als "Praktikum" bezeichnen wir eine zeitlich beschränkte Anstellung ohne arbeitsspezifische (oder abgeschlossene theologische) Ausbildung (s. dazu auch Teilzeitangestellte in theol. Ausbildung und Kandidatenkurs für Berufseinsteiger) oder die Absicht, eine solche zu besuchen (s. dazu Sprungbrettler)

Praktikanten - Begleiten & Fördern

Wer in einer FEG-Gemeinde ein Praktikum absolviert, will meist für eine Zeit (Überbrückung zwischen/bis zur Ausbildung; Arbeitssuche) seine Begabungen in der Gemeindearbeit einbringen oder aber Erfahrungen für ein Berufsfeld sammeln. Wir wollen ein solches Praktikum professionell gestalten und so weit wie möglich helfen, geistliche und natürliche Begabungen zu entdecken und darin zu wachsen. Damit Praktikanten nicht als "billige Arbeitskräfte" ausgenutzt werden, gilt es einige Dinge zu beachten.


Anstellung und Lohn

Auch Praktikanten werden ordentlich angestellt, angemessen entlöhnt und erhalten einen minimalen Arbeitsvertrag. Dieser beinhaltet klare Abmachungen zu Arbeitszeiten, Arbeitsprozessen, Praktikumsende und wie es anschliessend in der Gemeinde weitergehen könnte oder nicht. Diese Vereinbarung wird mit einem Minivertrag mit Unterschriften des Praktikumbegleiters und des Praktikanten unterschrieben. Ein Beispiel findet sich hier und Überlegungen zu einer angemessenen Entlöhnung hier. Bei einem Praktikumslohn muss sicher auch gut berücksichtigt werden, wie "Kost und Logis" geregelt sind. Die Anmeldung bei der Geschäftsstelle der FEG Schweiz für die Sozialabgaben erfolgt hier mit den entsprechenden Formularen.

 

 


Empfehlungen

  • Falls zum ersten Mal ein Praktikant eingestellt wird, kann es sinnvoll sein, nicht gleich mit einem 100%-Pensum zu starten. Je nach Begabung, Aufgaben oder Einsatzbereich sollte das Arbeits- und Anstellungspensum angepasst werden. Ein Praktikant wird zu Beginn am besten mit Arbeiten gemäss seinen beruflichen Fähigkeiten, seinen bisherigen ehrenamtlichen Mitarbeit in einer Gemeinde oder seinen Begabungen betraut.  Später können andere, weniger vertraute Arbeiten dazukommen.
  • Ein Praktikum gelingt nur zufriedenstellend, wenn eine Person mit fachlichen und zeitlichen Ressourcen die Praktikumsbegleitung verantwortet und wahrnimmt. Das ist idealerweise ein Angestellter oder aber ein begabter ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gemeinde. Für manche Aufgabe und je nach Praktikumslänge kann es sinnvoll sein, einen Praktikanten mit dem Besuch eines (Weiterbildungs)Kurses zu unterstützen (Lust auf Leiten Module,  Schulungsmodule vom Sprungbrett-Jahr www.feg-sprungbrett.ch; Jungscharkurs www.besj.ch/ueber-uns/ausbildung/kurse/; Musikbereich tsc.education/studium/musik/ und https://www.oneheart.ch/; usw...).
  • Führe je nach Länge des Praktikums offizielle Zwischengespräche. Dafür ist eine klare Gesprächsführung mit nachvollziehbaren Beobachtungen und Zukunftsklärungsfragen wichtig. Als Hilfestellung dazu dient die Gesprächshilfe der FEG Schweiz «Fördergespräche führen».